1902 wurde in Göschwitz, einem damals noch selbstständigen Ort im Süden der Stadt Jena eine neue Schule gebaut. Ein schönes Backsteingebäude kündete vom Wohlstand durch das 1886 gegründete Zementwerk und nahm in sich einen Klassenraum für alle Schüler von der ersten bis zur achten Klasse und eine großzügige Lehrerwohnung auf. 1952 reichte die etwas in die Jahre gekommene Schule nicht mehr aus und so wurde angebaut: Ein schlichtes Schulgebäude im Stil der Nachkriegszeit mit weiteren 6 Klassenräumen. Als 1991 die Jenaer Waldorfschule gegründet wurde, konnte die erste Klasse den alten Klassenraum im Backsteingebäude in Besitz nehmen, während die anderen Räume noch von einer Jenaer Förderschule genutzt wurden. Nach und nach zog die Förderschule aus dem Gebäude aus und die Waldorfschule musste schon nach wenigen Jahren über einen Erweiterungsbau nachdenken. Zunächst wurde anstelle einer kleinen Turnhalle auf dem Hof ein Pavillon mit 2 Unterrichtsräumen und einem kleinen Saal errichtet, 2 Jahre später folgte das heutige Oberstufengebäude und 2002 erhielt die Schule mit einem weiteren Anbau, der Klassen- und Fachräume enthält, ihre jetzige Gestalt.